FRIDA wird gemeinsam mit seinen Nutzern entwickelt
FRIDA wird gemeinsam mit seinen Nutzern entwickelt – das fühlt sich logisch und effizient an. Ohne FRIDA wäre das Leben schwieriger. Das sagt Helena Björn, Leiterin öffentlicher Verkehr und IT bei Länstrafiken i Västerbotten AB.
– Es ist gut, ein System zu haben, in dem wir Informationen bündeln, und Kennzahlen, die den Überblick erleichtern. In der FRIDA- Anwendervereinigung entscheiden wir gemeinsam, was entwickelt wird– so kann Nordic Port das System an die Bedürfnisse der Aufgabenträger anpassen.
Kannten Sie FRIDA bereits, als Sie bei Länstrafiken anfingen?
– Ich kenne FRIDA sehr gut. Ich habe durchgehend mit FRIDA gearbeitet– es war bei Länstrafiken bereits vorhanden, als ich 2015 dort anfing, sagt Helena Björn.
Wie war es damals, als Sie FRIDA zum ersten Mal nutzten?
– Am Anfang hatten wir nur die Erfassung von Kilometern und Kraftstoff– eine ziemlich eingeschränkte Nutzung also. Jetzt ist es viel mehr, und die Entwicklung geht weiter.
Heute nutzen Sie FRIDAs Kennzahlen zur Nachverfolgung der Nachhaltigkeitsarbeit. Wie läuft das ab?
– Ich nutze mehrere Module– unter anderem Kennzahlen, das Vertragsmodul und das Berichtsmodul. Mein Team und ich prüfen mithilfe der Kennzahlen und des Verkehrsberichts, ob Kilometer- und Kraftstoffmengen stimmen.
– Mit dem Berichtsmodul hole ich Nachweise ein, dass die Verkehrsunternehmen den in FRIDA gemeldeten Kraftstoff tatsächlich gekauft haben.
In Länstrafikens Verträgen in Västerbotten wird u.a. HVO– hydriertes Pflanzenöl– genutzt, das der Nordkälte standhält. Skellefteå setzt Biogasbusse ein, da die Stadt Biogas produziert. Im Stadtverkehr gibt es Elektrobusse, im Regionalverkehr einige weitere– mehr werden folgen, so Helena Björn.
Nutzen Sie das Berichtsmodul auch zur Verfolgung von Prozessanforderungen?
– Im Berichtsmodul verfolge ich auch die aktive Umweltarbeit– z.B. welche Umweltziele und -aspekte die Verkehrsunternehmen haben. Im Modul fordere ich Dokumente an, die dann geprüft werden. In den Verträgen ist sehr klar geregelt, was in ihrer aktiven Umweltarbeit enthalten sein muss.
– Wir müssen das Berichtsmodul breiter einsetzen – im Moment nutzen wir es nur für die Umweltüberwachung.
Was planen Sie, um das Tool breiter zu nutzen, und wann?
– Wir werden versuchen, zu erfassen, welche Dokumente wir heute auf anderem Weg erhalten, und wie wir sie ins Berichtsmodul übernehmen können, damit alles an einem Ort ist.
Wie läuft die Arbeit mit FRIDA und dem Berichtsmodul in der Praxis ab?
– Ich öffne normalerweise mehrere FRIDA-Fenster, um verschiedene Module gleichzeitig einzusehen und Daten zu vergleichen. Ich bin auf mehrere Module angewiesen, um ein Gesamtbild zu erhalten, da sie unterschiedliche Bereiche zeigen.
– Daher habe ich mehrere Fenster offen und vergleiche Daten – so beurteile ich, ob die Verkehrsunternehmen ihre Vertragsanforderungen erfüllen.
Ist Västerbotten anders als andere Regionen in Schweden?
– Ja, wir sind besonders, was Ausschreibungen angeht. Vielerorts im Land wird Verkehr alle zehn Jahre ausgeschrieben, aber wir schreiben ständig aus. Wir haben mehrere kleinere Verträge, und gerade laufen mehrere Ausschreibungen – sowohl dieses als auch nächstes Jahr.
– Der Grund dafür ist, dass wir sicherstellen wollen, dass auch kleine Unternehmen in Västerbotten bestehen und weiter tätig sein können. Da wir auch Krankentransport und Sonderfahrdienst haben, bestehen zudem Verträge mit Taxiunternehmen.
Wie hat sich FRIDA Ihrer Meinung nach über die Zeit bewährt?
– Mit der Weiterentwicklung von FRIDA haben wir ein immer besseres Werkzeug bekommen. Unser Monitoring folgte den Möglichkeiten in FRIDA – wir haben uns gemeinsam weiterentwickelt. Die Anwendervereinigung war dabei sehr wertvoll; wir hatten Mitarbeiter, die sich während meiner gesamten Zeit hier aktiv in der Vereinigung engagiert haben.
Haben FRIDA und das Berichtsmodul Ihrer Tätigkeit klare Vorteile gebracht – vielleicht sogar wirtschaftliche?
– Ich würde sagen, es geht vor allem um unser Qualitäts-Monitoring. Ich sehe das aber nicht als Werkzeug zum Geldsparen. Für mich gilt: Wir haben Verkehr bestellt und wollen sicherstellen, dass unsere Geldgeber – Kommunen und die Region – das bekommen, wofür sie zahlen.
Gibt es Herausforderungen bei Fahrzeugen in Västerbotten?
– Die Herausforderung mit Fahrzeugen und FRIDA ist, dass ein Fahrzeug bei uns in mehreren Verträgen eingesetzt werden kann. Es braucht dann einen Hauptvertrag und zusätzlich andere Verträge. Das müssen wir ebenfalls nachverfolgen.
Es ist vorgekommen, dass Helena Björn und ihre Kollegen feststellten, dass ein Fahrzeug ohne Ausnahmegenehmigung eingesetzt wurde, weil es eine bestimmte Anforderung nicht erfüllt. Tritt das ein, kann es zu Diskussionen über Qualitätsabzüge kommen– das wäre vermeidbar gewesen, wenn das Verkehrsunternehmen rechtzeitig eine Ausnahmegenehmigung beantragt hätte.
– In Västerbotten legen wir sehr großen Wert auf eine gute Beziehung zu unseren Verkehrsunternehmen. Deshalb halten wir regelmäßige Treffen mit den Unternehmen ab.
Wie würden Sie zusammenfassen, wie FRIDA bei Ihnen funktioniert?
– Für uns funktioniert FRIDA gut, aber wir haben durchaus Ideen, wie wir FRIDA effizienter einsetzen und mit anderen Systemen integrieren können.